en de

johannes p osterhoff
Seminar Interface-Design
Merz Akademie, 11. bis 15. Dezember 2006

 

WHAT YOU SEE IS ...

Die Diskrepanz zwischen der graphischen Benutzerschnittstelle, deren visuellen Entsprechungen, der Versinnbildlichung, die in ihrem Kontext benutzt werden und dem, was der Computer eigentlich im Hintergrund tut, nimmt zu. Heute wird «wie» eine Aufgabe zu erfüllen ist, hauptsächlich auf der oberflächlichen Ebene des Interfaces reflektiert — es geht um die «Tools», die der Benutzer auswählen und die Einstellungen, die er treffen muss.

Was wäre, wenn diese Metaphern nicht mehr stimmen — was wäre, wenn «What You See Is ... not true anymore»?

Und was, wenn transparente Interfaces so transparent werden, dass sie nicht mehr wahrgenommen werden? «The mistake [often made], is to assume that the single goal of all design is to make the interface transparent, when in fact the goal is to establish an appropriate rhythm between being transparent and being reflective. This is a common error in Interface design and Human-Computer-Interaction today.»[2]

In diesem Seminar soll die Untersuchung der Diskrepanz zwischen dem Interface und den Vorgängen «dahinter» im Mittelpunkt stehen. Was geschieht beispielsweise, wenn der Benutzer dem Interface blind vertraut oder was, wenn er jede abgebildete Rückmeldung hinterfragt? Anhand von Beispielen sollen bestehende Analogien und Metaphern untersucht und in Frage gestellt werden. Das Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmern eine verbale «Toolbox» zu bieten, die es ermöglicht über aktuelle Entwicklungen im Feld des Interface Designs zu reflektieren.


Empfohlene Literatur:
1] Cyrus Dominik Khazaeli: Systemisches Design, Intelligente Oberflächen für Information und Interaktion, Hamburg 2005
2] David J. Bolter und Diane Gromala: Windows and Mirrors — Interaction Design and the Myth of Transparency, Massachusetts 2003, hier zitiert von Seite 26
3] Neil Stephenson: Die Diktatur des Schönen Scheins, München 2002 (kostenlose englische Version)
4] Steven Johnson: Interface Culture, Stuttgart 1999

 

 

[Druckversion]
[Verlauf des Seminars]